her damit!

drüben gibts ne neue kategorie. da werd ich mal alles reinschreiben, was ich haben will (ja will und nicht möchte. ich bin ja erwachsen).

gewünscht werden kann alles mögliche. den anfang macht ein buch. sehr originell ich weiß, aber dieses hats in sich und zwar in form einer cd-rom. das buch ist eher ein katalog und zeigt in drei kategorien menschen, dinge, die vom menschen entwickelt wurden und flora/fauna. alles im katalog abgebildete findet man als scherenschnitt auf der beigelegten cd-rom. die darstellungen kann man nach erwerb des kataloges frei verwenden und skalieren wie man sie braucht. tolles konzept!

der gemeine spendensammler

ich finde, wenn man seinen beruf nicht mag, sollte man sich was anderes suchen und seinen gnatz nicht an den leuten auslassen. eben klingelte es an der berliner wohnungstür und ein schon dubios wirkender spendensammler für irgendeine rentnersache bittet mich um geld. auf seine clevere begründung er sei ja schon letztes jahr hiergewesen, frage ich ihn wofür er denn überhaupt genau sammelt. er will eine einmalspende, denn ich wüßte doch wohl wie die rentnersituation gerade ist.

nein sage ich weiß ich nicht, denn ich lebe sonst in wien.

oh ja, schon klar! mault er mich daraufhin aggressiv an. das ist aber keine begründung mir jetzt keine geld zu geben.

ich fassungslos: so wollen sie spenden sammeln? das scheint mir so doch aussichtslos.

er: das können sie doch vergessen, dass sie hier nicht wohnen. also spenden sie nun oder was? 

ne, keine chance! sage ich und schließe die tür

der eigentlich hier wohnende kommt dazu und wir hören den typen noch durch die geschlossene tür über mich herziehen.

stadt der leichen

gunther von hagens auch bekannt als der plastinator, der mit seiner körperwelten ausstellung für viel aufsehen sorgte will ein held werden. ein held der arbeit, denn er hat vor in guben eine firma aufzubauen, die dünne plastinierte körperscheiben herstellen soll.

es ist erschreckend was sich heute alles rechfertigen läßt, wenn es nur arbeitsplätze schafft.

natürlich wären weitere arbeitsplätze für die vergessene region gut, aber die art wie er auf sympathienfang geht ist mehr als zweifelhaft. “hier werden sicherlich mehr deutsche als polnische mitbürger beschäftigt sein” verspricht er den leuten. er hat vor, innerhalb von 5 jahren 200 stellen zu schaffen und sieht das als große chance für guben sich einen namen zu machen. ich sehe es schon vor mir, körperscheiben sind für guben das, was porzellan für meissen ist!

pleite und meine schuld

ich weiß nicht, was die leute sich immer denken. die müssen doch glauben ich gehe nur zum spaß arbeiten. zum x-ten mal hat der eine job (nicht der im museum) nicht gezahlt. als ich nachfragte hörte ich nur die ausrede, man hätte die honorarnote von mir zu spät bekommen. sie ist am 1. januar innerbetrieblich übermittelt worden. soll ich sie beim nächsten mal einen monat früher schicken? jetzt soll das geld ende der woche kommen. macht ja nichts, dass es dann zwei wochen zu spät kommt. vorfreude is doch die schönste freude!

der erste kuchen des jahres

seitdem ich in wien bin hab ich noch keinen einzigen kuchen gebacken. total ungewöhnlich für mich. gut, im wohnheim wäre es rein theoretisch möglich gewesen, aber in der küche hat man sich nur so kurz wie möglich aufgehalten. dann das fiasko in dieser küche hier, da war an backen ja erstmal nicht zu denken. heute abend bin ich aber eingeladen und da wurde es mal wieder zeit für einen carrot cake. wer den selbstgebackenen kuchen schon mal probiert hat weiß, worauf die wiener sich freuen können. ach, was bin ich wieder bescheiden heute!

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