was ich mit dieser wohnung durch habe, werde ich wahrscheinlich noch jahre später erzählen. hier schnell die nächste anekdote bevor ich ins bett muss. krankheit, ihr wißt ja!
schon in den letzten nächten ist mir ein rhythmisches geräusch in der wohnung aufgefallen, das ich mir nicht erklären konnte. hab keine wecker oder uhren hier, deshalb wollte ich immer mal tagsüber nachsehen, habs aber immer wieder vergessen. heute kriege ich mit (weiß der fuchs wie), dass der wasserzulauf in der küche leckt. aber nicht son büschn ne ne! wenn schon, denn aber richtig. das ding läuft garade zu. war gerade ne woche lang nicht da, weiß also nicht, wieviel wasser da schon ausgelaufen ist. was mach ich jetzt? muß zum hausmeister, denn hier gibt es ja auch kein werkzeug. (schande über ellis haupt, wie kann denn sowas heute noch sein?)
ich meine, die wohnung sieht durch die krankheit bedingt aus wie sau, ganz zu schweigen davon, dass sich nach ner bestimmten zeit mit tee und erkältungsbädern ja auch der geruch verändert. na nur gut, daß ich heute schon mal unter der dusche stand. alles also halbwegs verstauen, bett machen, lüften, haare zusammen und runter zum hauser. leider ist nur seine frau da, aber sie ist immer so neugierig hilfsbereit, dass sie gleich mit rauf kommt. als ich sie frage, ob sich der mieter unter mir vielleicht schon wegen eines wasserschadens beschwert hat, schaut sie mich ganz erschrocken an und fragt in welcher nummer ich wohne. es stellt sich heraus, dass der unter mir wohnende vor fünf wochen in der wohnung verstorben ist. weil er aber offensichtlich keine verwandten hatte, ist er erst vor zwei wochen gefunden worden. der konnte sich also nicht mehr beschweren. jetzt kann man aber auch nicht mehr in der wohnung nachsehen, denn die polizei hat damals die tür versiegelt oder was auch immer.
oben in meiner küche erzählt sie mir dann nach der semiprofessionellen reparatur noch ein paar geschichten über “meine” wohnung. elli war ja wie ich schon wußte über den sommer nicht hier. statt dessen hat sie ihre wohnung an drei freunde vermietet, die dann jeweils einen monat hier wohnten. über den ersten gab es nichts zu sagen, deshalb dachte sich niemand was dabei, als der nächste einzog. der hat aber wohl so lautstark und exzessiv gefeiert, daß sich sämtliche nachbarn beschwerten und er nach zwei wochen schon rausgeschmissen wurde.
tessa, mama überspringt den nächsten absatz!
als nächstes kam eine junge frau mit ihren sämtliche haustieren. ratten hatte sie wohl am liebsten. allerdings leiß sie die ungern nur in der wohnung und auf dem weg zu haustür kam es wohl öfter vor, daß sich eines von den abenteuerlustigen tierchen davon machte. wieder waren die nachbarn nicht begeistert, aber als sie versprach die ratten in der wohnung zu lassen durfte sie den rest des monats bleiben.
jetzt könnt ihr weiterlesen.
danach kam elli für ein paar tage her, bevor sie nach paris aufbrach. kurz danach ist otto eingezogen und von da an kennt ihr die geschichte. wenn nicht oder zur auffrischung schaut hier.
es wird zeit, daß ich nach hause komme. noch mehr überraschungen kann ich bald nicht mehr verkraften.
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