am flughafen checke ich bei einem häftling ein (gestern war ja auch in wien noch fasching). großes aufatmen, als unsere jeweils 23 und 24 kilo gepäck ohne beanstandung durchgehen. sitze dann mit absicht nicht am fenster, weil ich weiß, daß der flieger noch eine runde über die stadt macht. denke an alles was ich zurück lasse und, ob ich das in berlin wieder finden werde.
in der berliner u-bahn dann gleich von rentnerin angemacht worden, weil wir einen sitz zugestellt hatten. sie hat drei stationen lang überlegt, was sie sagt. niemand konnte ihr missbilligendes kopfschütteln ignorieren. daß etwas gesagt werden mußte war ja klar, denn der jugend von heute muß ja entgegengetreten werden. es ist bißchen schwierig mit zwei 50 l rucksäcken, einer ebenso großen tasche, einem trolli, einer weiteren großen und zwei normalen taschen zu reisen. der sitzplatz wäre nicht das problem gewesen, da hätte sie sich gern noch setzen können, bezweifle aber, daß sie den sprung über all das gepäck geschafft hätte, obwohl? wenn man recht behalten will schafft man ja fast alles.
kaum zu hause angekommen verkündet der mitbewohner, er würde gern noch eine woche bleiben. sollen also noch so lange in einem zimmer leben. das ist nicht mein zuhause. nach zwei stunden planänderung. er zieht noch heute aus und wir können wieder umräumen. heute fühle ich mich schon nicht mehr ganz so verloren. der herzmann tut alles um mich aufzuheitern. schaltet heute früh sogar fm4 für mich ein. tue so als würde es helfen. mein vater ruft an und fragt, ob alles gut ist. ich sage ja. nach dem auflegen heule ich. habe verkehrtes heimweh.
Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Glück!
danke! es freut mich sehr, daß sich auch mal jemand fremdes traut hier zu posten.
das mit den berlinern stimmt schon, auch wenn ich das jetzt hier nicht so laut sagen sollte. da sind die nämlich auch schnell eingeschnappt, wenn man mal sagt, daß es auch tolle andere städte gibt. man wird hier einfach sehr verwöhnt von all den angeboten. trotzdem würde ich sehr gern nach wien zurück gehen. sicher wirds hier auch wieder laufen, aber wien hat schon einen bleibenden eindruck hinterlassen. viele grüße, gela
Naja…ich würde mich es irgendwie gar nicht erst trauen, überhaupt aus meiner Stadt heraus zu kommen. Irgendwie sage ich mir, dass ich einfach noch nicht genug erlebt habe, auf der anderen Seite will ich schon mal was anderes sehen.
Mein Problem ist, dass ich mich schlecht von meiner Umgebung lösen kann. Wenn man an einem Ort Freunde hat, fühlt man sich wohl und auch irgendwie geborgen. Mein Umfeld sagt mir immer, ich solle einen “Tapetenwechsel” doch als Chance sehen, aber so leicht ist das alles eben nicht.