katie melua ist winzig. ihre künstliche locken lassen sie aussehen wie eine puppe, aber im gegensatz dazu hat sie eine umwerfend natürliche art auf der bühne. donnerstag abend sah ich sie zum ersten mal live und war mehr als überrascht. natürlich hoffte ich auf ein tolles konzert, aber damit, daß es so wunderbar würde hatte ich nicht gerechnet. sie ist unbefangen, tanzt ausgiebig zu ihren songs, um dann sehr sympathisch mit hochrotem gesicht wieder im rampenlicht zu stehen.
zwischendurch erzählt sie kleine geschichten wie die, über den mann, der bei ihrer coverversion von lucy in the sky zusammenbricht. um ihn aufzumuntern widmet sie ihm den nächsten song, doch als sie sich erinnert, daß das angekündigte lied just like heaven heißt, sagt sie lieber gar nichts mehr und spielt einfach. das kann sie sehr gut. wie andere leute ihre bühnenoutfits, wechselt sie ihre gitarren. nicht ein einziges mal wirkt sie gekünstelt, eher immer so, als ob sie eine klassenkameradin oder freundin wäre, die zufällig da oben auf der bühne steht und für die man sich freut, daß sie es so weit geschafft hat.
schönster song des abends: i cried for you
coolste coverversion des abends: spacemann von babylon zoo
beste coverversion generell: just like heaven von the cure
ehrlich positive überraschung des abends: max mutzke als vorband
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