dresden in bild und ton

das wochenende haben wir in und um dresden verbracht. ich fand die altstadt wirklich schön, deshalb hab ich mir auch gestern und heute den schon im vorfeld hochgelobten film zur bombardierung dresdens angesehen.
gut, vielleicht bin ich einfach zu praktisch veranlagt, aber mit so einem schund kann ich nichts anfangen. die geschichte hätte durchaus gut sein können und was mich gestört hat waren gar nicht mal die unausgefeilten charaktere sondern einzelne punkte über die ich nicht hinweg sehen kann.
der erste ist schob mal der, wo die kleine krankenschwester und ihr bomberpilot verbotenen sex im krankenhaus haben. den haben sie nicht heimlich und verborgen in irgendeiner wäschekammer oder im keller. nein nein! madame gibt sich ihm gleich mal in einem schlafsaal für ca 30 männer hin, die tagsüber vor schmerzen nicht zur ruhe kommen, nachts aber damit offensichtlich keine probleme haben, denn niemand bekommt etwas mit. für mich vollkommen unrealistisch oder bin ich da zu leidenschaftslos?
der nächste punkt ist die nase von kai wiesinger. der mann hat von vornherein schon eine große nase, wenn sie also das klischee vom krummnasigen juden bedienen wollen hätten sie ihn doch gleich so lassen können wie er ist. statt dessen mußten sie ihm noch eine weitere nase draufkleben damit auch ja jeder, der die andeutungen nicht verstanden hat kapiert, daß er einen jude spielt.
solche kleinen sachen versauen mir filme.

pärchenaktivitäten

ich lebe nun auch offiziell wieder mit dem herzmann zusammen, denn am wochenende haben wir den ersten bödsinnigen streit hinter uns gebracht. blödsinnig, weil es um ein telefon ging (ich muß die ganze geschichte jetzt natürlich ein wenig runtermachen, weil ich letztendlich die dumme war).
alles beginnt damit, daß wir das wochenende in einem hotelzimmer verbringen, das natürlich auch ein telefon hat. ich war komplett davon überzeugt, daß wir das gleiche zu hause haben. ich muß zu meiner verteidigung sagen, daß ich ein halbes jahr weg war und mich überraschender weise kaum noch an die dinge in unserer wohnung, geschweige denn die sachen, die noch im keller lagern erinnere. der herzmann und ich fangen also an zu diskutieren.

ich: na aber guck doch mal, das hat die gleichen tasten

herzmann: nein! aber du hast recht, es hat auch tasten

ich: und auch den gleichen hörer

herzmann: nur weil man da auch reinsprechen kann, heißt das nicht, daß es der gleiche hörer ist

so geht das hin und her bis ich beschließe ihm so richtig einen reinzuwürgen. ich fotografiere also das blöde ding und dann soll er mal sehen wo er bleibt.
kaum wieder zu hause vergleiche ich natürlich sofort und tada… er hat recht. so eine scheiße aber auch! jetzt frage ich mich aber die ganze zeit warum ich bei dem falschen telefon dinge speichern usw kann ohne groß nachdenken zu müssen. ich kenne das telefon irgendwoher!

nachtrag: ich habs! mußte öfter in einem seeeehr langweiligen museum arbeiten wo den ganzen tag über gerade mal 15 besucher vorbei kamen. da gab es genau dieses telefon und weil es so langweilig war hab ich mich eben mit damit beschäftigt. nein, nicht zu tratschen! sondern, um mal mit meinem tollen technischen wissen beim herzmann zu punkten. na, ich würde sagen, das hat ja super geklappt!

zu hause?

am flughafen checke ich bei einem häftling ein (gestern war ja auch in wien noch fasching). großes aufatmen, als unsere jeweils 23 und 24 kilo gepäck ohne beanstandung durchgehen. sitze dann mit absicht nicht am fenster, weil ich weiß, daß der flieger noch eine runde über die stadt macht. denke an alles was ich zurück lasse und, ob ich das in berlin wieder finden werde.
in der berliner u-bahn dann gleich von rentnerin angemacht worden, weil wir einen sitz zugestellt hatten. sie hat drei stationen lang überlegt, was sie sagt. niemand konnte ihr missbilligendes kopfschütteln ignorieren. daß etwas gesagt werden mußte war ja klar, denn der jugend von heute muß ja entgegengetreten werden. es ist bißchen schwierig mit zwei 50 l rucksäcken, einer ebenso großen tasche, einem trolli, einer weiteren großen und zwei normalen taschen zu reisen. der sitzplatz wäre nicht das problem gewesen, da hätte sie sich gern noch setzen können, bezweifle aber, daß sie den sprung über all das gepäck geschafft hätte, obwohl? wenn man recht behalten will schafft man ja fast alles.
kaum zu hause angekommen verkündet der mitbewohner, er würde gern noch eine woche bleiben. sollen also noch so lange in einem zimmer leben. das ist nicht mein zuhause. nach zwei stunden planänderung. er zieht noch heute aus und wir können wieder umräumen. heute fühle ich mich schon nicht mehr ganz so verloren. der herzmann tut alles um mich aufzuheitern. schaltet heute früh sogar fm4 für mich ein. tue so als würde es helfen. mein vater ruft an und fragt, ob alles gut ist. ich sage ja. nach dem auflegen heule ich. habe verkehrtes heimweh.