meinen ersten rubbler hatte ich 1997 in der pariser u-bahn an mir kleben. ich dachte immer typen, die sich bewußt an den körpern fremder leute reiben nennt man frotteeisten, aber jetzt bin ich mir nicht mal mehr sicher, ob es dieses wort überhaupt gibt. die zweite begegnung mit einem liebhaber beschriebener art hatte ich gestern.
der herzmann und ich sind ja zwei unglaublich hippe und deshalb auch spontane junge menschen, was dazu führte, daß wir gestern abend bei dem sehr schönen blumfeld konzert im postbahnhof landeten. obwohl die platte gestern erst rauskam, wurde bei jedem liedbeginn so gefeiert, als würden blumfeld ihren größten hit spielen. verwundert war ich auch, vielviele bei den neuen songs schon mitsingen konnten.
die halle war klein, weshalb ein ziemliches gedränge herschte. ich fragte mich zu beginn des abends schon mal, ob es männern eigendlich unangenehm ist, bei massenansammlungen gegen den busen fremder frauen gedrückt zu werden. mein busen zum beispiel ist ja immer genau in ellenbogenhöhe eines bierhaltenden mannes. wenn man da versucht sich zur bar durchzuquetschen nimmt man schon einiges mit. dabei sind berührungen aber eher unbeabsichtigt.
ganz anders verhält es sich manchmal, wenn man eingefercht zwischen männern steht. die ersten paar minuten des konzertes hatte ich rechts vor mir und links hinter mir jeweils einen mann stehen und zwar so dicht, daß ich nicht wußte wohin ich mit meinen händen sollte. die arme hängen lassen ging nicht, denn dann hätte ich a) den arsch des vordermanns und b) den schwanz des hintermannes in der hand gehabt. gleichzeitig schien der vordermann die enge auch noch zu genießen, denn er rieb seinen rücken mehrmals genüßlich an meinen brüsten. natürlich immer so, daß es rein zufällig war. als normale frau wechselt man dann ja ziemlich schnell den standort.
danach allerdings hatte ich ein aktive pferdeschwanzfrau vor mir stehen, was nur unwesentlich besser war (wer mit dem begriff nichts anzufangen weiß, sollte sich das video ansehen). sie ging bei jedem lied dermaßen mit, daß ich angst um mein gesicht hatte. frotteeisten und pferdeschwanzfrauen haben gemeinsam, daß man ihnen in ihrem tun keine absicht nachweisen kann. sie wollen spaß haben und andere an ihrer freude teilhaben lassen.

grundstein für ein videocast gelegt


2 Responses to “der frotteeist und die pferdeschwanzfrau”  

  1. 1 Sillie

    Hey, du arme!!!!!! vor allem das mit dem “froteeisten”!!!!!!! war das konzert trotz allem schön? Dein Video ist super!

  1. 1 wege zu mir im januar at frauniepi


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