glauben sie nicht wir könnten hellsehen!
es ist unlogisch anzunehmen, daß das auf dem tisch liegende gerät rein zufällig in ihrere sprache eingestellt ist und den ganzen tag nur darauf wartet gerade von ihnen mitgenommen zu werden. also vorsicht! dort könnte ebenso ein gerät liegen, daß wenige augenblicke zuvor von einem japaner abgelegt wurde.
und bitte, lieber besucher, es ist vollkommen unnötig mir, (wenn ich sie darauf aufmerksam mache, daß sie mir vielleicht ihre sprache sagen sollten, damit ich sie auf dem gerät einstellen kann) dann drei zentimeter vor meinem gesicht entgegen zu brüllen, ich solle ihnen nicht so blöde kommen, sie wären schließlich kein anfänger in berlin. damit das mal klar ist: ich will ihnen nichts böses! vergessen wir mal das nicht-ansehen, das nicht-grüßen und das nicht-respektieren, ich weiß, ich erwarte da ein wenig viel, aber glauben sie mir, sie werden nicht glücklich mit einer sprache, die sie nicht sprechen.
Monthly Archives: Oktober 2006
tipps für den museumsbesuch
wenn sie eine audioführung haben möchten dann sagen sie es. wir lieben ganze sätze, aber auch schon wortgruppen wie: eine führung auf deutsch. lassen unser herz hüpfen. kommt vorher noch ein guten tag und hinten dran ein bitte fallen wir vor freude fast in ohnmacht!
das bodemuseum
seit zwanzig minuten ist das bodemuseum wieder geöffnet. heute und morgen ist freier eintritt und wir haben bis 20 uhr geöffnet. ab sonntag dann durchgehend jeden tag von 10 bis 18 uhr und donnerstags bis 22 uhr. dann gibt es keinen ruhetag mehr auf der museumsinsel. das einzige museum, das nicht mitzieht ist die alte nationalgalerie. sie bleibt auch weiterhin montags geschlossen. mache mich dann nachher mal auf den weg zur neuen arbeitsstätte. bin sehr gespannt. nicht auf die kunst, die soll ziemlich langweilig sein. ich sag nur: münzen! aber das haus soll wunderschön geworden sein.
nachtrag: rentner über rentner. die armen mitarbeiter in der kindergalerie. ich glaube sie haben den ganzen tag über gerade mal ein kind zu sehen bekommen. das haus ist wirklich schön geworden. mir gefallen sogar einige ausstellungstücke. die wartezeit betrug heute drei stunden. meiner meinung nach, kann man auch gut noch drei monate warten bis sich die lage beruhigt hat und dann erst reingehen. aufregung des tages waren zwei gefallene damen (oh, was für ein spühender wortwitz) die direkt von sanitätern abgeholt werden mußten. das haus ist sehr treppenlastig.
beloved gossip
dann doch heute mal wieder was lustiges. ich bin ein großer fan von klatsch und tratsch. einen nie endende informationsfluß bekommt man bei dlisted. den neuesten gossip über die stars und möchtegern sternchen. mein laune wurde heute ganz wesentlich verbessert als ich katie price aka jordan und ihren mann peter andre singen hörte. ich würde ja direkt auf den song direkt verlinken, aber in letzter zeit sind deshalb einige blogger abgemahnt worden. erscheint mir unsinnig, denn die website stellt ja den song als mp3 zur verfügung und nicht ich, aber bitte! folgt diesem link und lacht, wenn models/schauspieler/was auch immer diese leute machen versuchen zu singen.
BE warned: Peter Andre and Jordan’s appalling new duet is four minutes and twenty-two seconds you will never get back.
krisen
ich neige zu handelsüblichen depressionen. die gründe sind vielfältig. an besseren tagen ist es nur meine eßstörung, an anderen die unerträgliche zukunft. manchmal wünsche ich mir bereits alt zu sein und alles schon hinter mir zu haben.
zur zeit stecke ich im mentalen kampf mit der baldigen diplomarbeit und allem was dazu gehört. ich studiere schon zu lange. meine motivation ging irgendwann abhanden und kam nur ab und an in äußerst geringen dosen wieder zum vorschein. ich quälte mich weiter und nun bin ich am ende. alle vorgeschrieben seminare und vorlesungen sind getan. ebenso das praktikum. dazu muß ich allerdings noch die arbeit abgeben, aber in meiner gleichgültigkeit dem studium gegenüber bin ich mir sicher, daß diese auch noch nach sechs monaten anerkannt wird.
jetzt weiß ich nicht weiter. ungewißheit und meine unzulänglichkeiten in studieninhalten lähmen mich. ich scheine blockiert, wenn es darum geht den letzten schritt zu tun und alles in rollen zu bringen. gleichzeitig wünsche ich es mir endlich mal wissenschaftlich zu arbeiten. dennoch sehe ich mich einfach nicht eine diplomarbeit schreiben, die letzten prüfungen machen und dieses studium, daß mein ganzes leben bestimmt, seit ich nach berlin gekommen bin abschließen.
statt dessen suche ich erklärungen und ausflüchte, warum ich nicht beginnen kann. zu wenig geld, noch weniger zeit. die zeit außerhalb der uni nimmt eine viel größere rolle in meinem leben ein, als es bei studenten der fall sein sollte. ich gehe seit jahren mehr arbeiten, als daß ich studiere und es ist in keinem falle hilfreich etwas komplett anderes im job zu machen, als daß, was man eigentlich werden will. die diskrepanz zwischen dem ist-leben und dem soll-leben ist bei mir riesig.
diese woche geht die uni wieder los. ich müßte nicht hin, aber ein seminar interessiert mich. ich hoffe daraus ein diplomarbeitsthema machen zu können und den mut aufzubringen zu einem prof zu gehen und um betreuung zu bitten. allerdings sehe ich das noch nicht.
menschen im museum
ich bin studentin, arbeite aber die meiste zeit im museum um über die runden zu kommen. meine aufgabe dort ist es den leuten eine audioführung zu geben, sofern sie diese denn wollen. in den meisten staatlichen museen hier in berlin ist die führung kostenlos, nur in sonderausstellungen wir ein preis dafür verlangt.
um hier gleich mal das größte mißverständnis überhapt auszuräumen: audioführungen sind nicht die übersetzungen der texte an den wänden. es sind hinweise und erläuterungen zu den ausstellungstücken und deshalb auch für deutsche nützlich. ich weiß nicht wie oft ich am tag den satz höre: ich kann deutsch und brauche das deshalb nicht! nun gut, wir kennen das schon, denn spätestens wenn die leute drinnen sehen, daß jeder zweite eins hat kommen sie zurück und wollen auch ein gerät.
menschen im museum verhalten sich oft sonderbar. man hat ziemlich schnell verhaltensweisen der einzelnen nationen raus. gleich mal ein beispiel zu den deutschen. ich kann es ja ohne schlechtes gewissen schreiben, denn ich bin ja eine von ihnen. sie wirken leider oft döschig. ist klar, was gemeint ist? meist stehen sie vor mir und und starren mich erwartungsvoll an, aber sagen kein wort. kein gruß, nichts! ich kann das spiel ne ganze weile mitmachen, muß aber nicht sein, schließlich warten noch andere besucher darauf, daß sie rankommen. ich grüße also und frage welche sprache sie möchten (manchmal kann ja auch ich mich irren und sie sind gar keine deutschen). es kommt nichts als ein diesmal erschrockenes starren! oh gott, oh gott, sie will was von mir!
ich versuche das ganze noch mal auf englisch: hello! what language would you like?
eine regung auf der anderen seite des tresens, man sieht förmlich die verwirrung, als dann endlich ein hingerotztes: wir sprechen deutsch! kommt, als wäre es schon unerhört, daß ich überhaupt fragen mußte. gut, ich frage mich inzwischen nicht mehr, warum man, wenn man deutsch spricht dann nicht auf eine simple frage antworten kann. es scheint in der natur des deutschen zu liegen. jemand erzählte mir mal, daß das das tschechische nemez (deutsch) bedeutet: der, der nicht spricht. ich weiß nicht ob das stimmt, falls sich jemand auskennt bitte in die kommentare. auf jeden fall wäre es sehr passend.
genauso habe ich mich mit vielen anderen unverständlichen dingen, die menschen im museum machen abgefunden. für euch habe ich aber eine neue kategorie eingerichtet in der ich darüber berichte. bitte lest und beherzigt, wenn ein profi schon tipps gibt.
eilt
wer kann, bitte sofort arte einschalten. kleine dumme einspieler aber sonst eine sehr gute reportage über den weiblichen orgasmus.
nachtrag: ich fand die sendung sehr interessant, besonders auch die folgende diskussion in der mal wieder betont wurde, wie ungehörig es unter frauen ist über ihre orgasmen zu sprechen. da hatte man uns nach sex and the city eine leichtigkeit über intime dinge zu sprechen angedichtet, die ich bis heute nicht erlebt habe. weit gefehlt sogar, denn noch immer ist es der mehrheit der frauen peinlich selbst mit engsten freundinnen über probleme oder erfolge in dem bereich zu sprechen.
ich wette es gibt keine kommentare!
1. jahr rum
ein jahr bloggen und sich kein stück älter fühlen
aufräumpolicy
der herzmann und ich leben seit geraumer zeit nach der aufräumpolicy. was immer man anfängt, muß danach sofort wieder in ordnung/sauber gebracht/gemacht werden. wer das unnötig findet hat meinen tiefsten respekt. es soll ja leute geben, die ihren haushalt ohne probleme in schuß halten. wir gehören offensichtlich nicht dazu. ohnehin glaube ich, daß man erst beginnt ordnung zu halten, wenn kinder da sind und man ihnen notgedrungen ein gutes vorbild sein will.
erkenntnis des tages
einen sparkassenberater zu haben, der sagt, daß man sich keine sorgen machen und das leben genießen soll, weil alles nur halb so wild ist, ist gold wert.