ich befürchte die meisten künstler haben keine ahnung, was sie mit ihren klanginstallationen anrichten können. heute hab ich den halben tag im hamburger bahnhof verbracht. gleich in der eingangshalle ist eine videoarbeit von anne quirynen ausgestellt. keine ahnung worum es geht, ich kam nie dichter als drei meter ran, denn die töne raubten mir den letzten nerv. fünf stunden das gekreische zu ertragen war schwer. der film lief in heavy brainwash rotation. die ordner erzählten mir allerding, daß sie die lautstärke schon um die hälfte runtergedreht haben. ich frage mich wann der erste museumsmitarbeiter einen künstler tätlich angreift. nach acht bis zehn stunden arbeit neben so einer installation muß der aggressionspegel enorm hoch sein.