aber nicht, dass ihr denkt nur die deutschen wären diskriminierend, wenns ums geld geht. österreische banken sind in der hinsicht das ärgerlichste was mir hier bisher passiert ist.
während sich banken in deutschland zu dienstleistnern gewandelt haben, scheinen bankangestellte hier noch nicht bemerkt zu haben, dass sie von kunden finanziert werden. anders als in deutschland sind die österreichischen banken nicht verpflichtet jedem ein konto zu geben. was sich daraus für folgen entwickeln können bitte nachher mal in der brand eins nachlesen.
so waren die banken bei denen ich mich anfangs informierte auch immer ein wenig zurückhaltend, wenn ich erklärte, dass ich noch keinen job habe. natürlich hab dann irgendwann angefangen zu lügen. ich habe gleich nach meinen ersten vorstellungsgespräch, noch bevor ich überhaupt wußte, dass ich genommen werde der bankfrau erzählt dort anzufangen.
sie gab mir dann gern ein konto, aber und das müße ich verstehen könnte sie mir keine ec hier bankomatkarte geben. erst nach drei monatgehältern. da man mir das auch schon in allen anderen banken der stadt erzählt hatte, brauchte ich mich mehr aufzuregen. lächelnd erklärte sie mir, dass ich statt dessen eine foyerkarte bekomme, mit der ich das geld am automaten in der bank abheben kann. das in ist sehr wichtig, denn es ist tatsächlich so, dass ich am automaten der draußen an der bank angebracht ist kein geld bekomme. die foyers werden aber gern mal nachts geschlossen. ganz super, wenn man ausm kino kommt und kein geld mehr aber hunger hat.
ich hasse das! sowas dummes hab ich das letzte mal in den neunzigern gehört. jeder picklige, frisch von zu hause ausgezogene student, der nicht mal einen job hat bekommt hier eine bankomatkarte und leute mit festen verträgen schiebt man mit einer foyerkarte ab, denn dem herzmann, der nicht mal lügen mußte gings genauso.
wer denkt ich übertreibe und wäre ein wenig zu abhängig von meiner ec-karte der gehe bitte kurz vor ladenschluß mit 4,83 € in den nächsten supermarkt und versuche damit milch und brötchen fürs frühstück plus das essen für heute abend und die flasche wein zu kaufen, die man sich ja auch mal gönnen möchte zu kaufen.
sowas nenne ich hinterwäldlerisch.
Tja, höchtwahrscheinlich werden sich auch meine nächsten Einträge um eben jene Problematiken kümmern. Ab- und Anmelden in Berlin und der Schweiz (ich muß hier nicht zum Landeseinwohnermeldeamt sondern zur Migrationsbehörde), dazu die Steuer und noch immer der Traum vom Schweizer Konto…
Auf das mein Arbeitgeber übrigens nicht überweisen will. Der will nur nen Deutsches Konto. Meine Miete kann ich von da aber nicht in die Schweiz überweisen…
In England wars fast genauso, und um die kleinen pickligen Studis hamse sich gerissen, die Banken, gab je nach Bank sogar zwischen (wieso ist auf der blöden Tastatur kein Pfund-Zeichen - das war doch früher auch anders…) 50 und 100 Pfund Startguthaben… in den späten Neunzigern jedenfalls noch… verrückte Welt, wa.
Das wundert mich. Als ich vor ein paar Jahren mal viel in Österreich zu tun hatte, habe ich mir einen Handyvertrag bei einem magentafarbenen Mobilfunkanbieter geholt, der in Deutschland und Österreich unter gleichem Namen aktiv ist. Obwohl ich nur eine deutsche Adresse hatte und habe, habe ich problemlos den Vertrag bekommen, der nur eine Laufzeit von 12 Monaten und eine niedrige Grundgebühr hatte. Ein sündhaft teures Handy gabs gratis dazu. Meine Kreditkarte hat gereicht. Wenn ich die Kreditkarte gekündigt hätte, hätten die Österreicher sicher viel Spaß gehabt, die ausstehenden Rechnungsbeträge in Deutschland einzutreiben. Ich glaube kaum, dass eine Person, die in Österreich wohnt, in Deutschland so einfach einen Handyvertrag bekommt.
Falls Ihr noch eine Adresse in Deutschland habt, könntet Ihr Euch vielleicht ein Konto bei der DKB holen. Das ist völlig kostenlos und eine VISA-Karte gibt es dazu, mit der man weltweit an Automaten kostenlos abheben kann. Ist zwar etwas mühsam per IBAN Geld nach Deutschland zu überweisen, um es dann wieder in Österreich abzuheben, wäre aber eine Lösung, die sich bei mir vor allem auch auf Auslandsreisen bewährt hat. Schnell mal vor dem Heimflug in Palma de Mallorca kostenlos Geld abzuheben, weil man gerade Zeit hat, hat schon etwas.
wir sind in deutschland komplett abgemeldet, haben aber noch konten dort laufen. ich weiß, dass eine österreichische freundin in berlin keinen handyvertrag bekommen hat, weil ihr hauptwohnsitz wien war. da man hier aber mit handys und billigtarifen nur so um sich schmeißt, glaub ich auch nicht, dass es ein problem wäre.
mich behindern halt so sachen, die mir vorher gar nicht wichtig erschienen. zum beispiel, dass ich keinen dauerauftrag für ein ausländisches konto einrichten kann. die option ist bei meiner und einer anderen großen österreichischen bank gar nicht vorgesehen. einzelne überweisungen gehen. da aber nun alle deutsche firmen weiter von meinem deutschen konto abziehen muß ich jeden monat alles manuell überweisen. ziemlich zeitaufwändig.
Und wenn die drei Monate um sind …
Ich war bei der Ersten Bank, um mich ueber Kosten- und Konditionen des vermeindlich selbstverstaendlichen Objekts der Begierde zu informieren. Als Privatkunde.
Verblueffung Nr. 1: Das bezahlte Konto bietet einen Habenszinssatz von 0,125 % im Jahr. Ich wuerde lieber gar nichts bekommen, das ist nur knapp weniger und muss nicht in die Einkommenssteuererklaerung.
Verblueffung Nr. 2: Fuer 10 Euro pro Quartal bekomme ich ein “s Konto”, muss aber pro Umsatz 0,15 Euro hinblaettern!
Verblueffung Nr. 3: Das “s Komfort Konto” (kostet 13,50 Euro pro Quartal und schliesst eine Bankomatkarte ein, das “s Komfort Konto Plus” (ich haette es “Konto mit Bankomat und Visakarte” genannt) zudem noch eine Visakarte, kostet aber auch gleich 27,00 Euro. KOMFORT bezeichnet man die Tatsache, dass 20 mal Abheben “inkludiert” ist, darueberhinaus fallen wieder 0,15 Euro an.
Verblueffung Nr. 4: Zwanzig “Behebungen” a 0,15 Euro kosten 3 Euro. Der Komfort im Namen kostet auch schon 0,5 Euro, denn das ist die Differenz zum “s Konto”
Achja: Ich biete ab sofort doppelt so viel Zinsen als die Erste Bank. Wer mir sein Geld leiht, bekommt 0,25 % Habenszins im Jahr. Das Produkt heisst “sOCKEN Komfort”, es “inkludiert” ein formschoenen Socken und die Miete fuer einen Nagel an meiner Wand. Jede Behebung kostet ebenfalls 0,15 Euro. Bitte rennt mir nicht die Tuer ein, die ist Massgeblich fuer die Sicherheit.
Habt Ihr mal die Preise von easybank.at angeschaut? Sieht eigentlich ganz gut aus.
ich war noch nie bei einer reinen online bank. wie ist das so? weißt das einer?
Ich habe ein Konto bei der DKB (Deutsche Kreditbank). Das ist eine Bank, die es schon zu DDR-Zeiten gab und nur im Osten Filialen hat. Von der nächsten Filiale wohne ich mehrere 100km entfernt. Solange die Bargeldversorgung gesichert ist (bei der DKB kostenlos an jedem Automaten weltweit), ist das eigentlich auch egal. Die easybank gehört meine ich zur BAWAG, da müsste es eigentlich genug Automaten in Österreich geben. Falls man doch eine “richtige” Bank will, kann man ja eine Onlinebank als Zweitbank nehmen. Bei den Buchungsgebühren müsste man eigentlich über jede Transaktion froh sein, die man über die Onlinebank abwickeln kann.