heiteres ratespiel

mein hirn ist mir ein rätsel. schon bevor ich schwanger war vergaß ich für mich unwichtige dinge extrem schnell. ich würde es nicht mal vergessen nennen, sondern speicherplatz sinnvoll nutzen.
seitdem ich nun babyniepi beherberge bekomme ich kaum mehr zusammen, was ich noch vor einer minute getan habe oder tun wollte. so verwunderlich ist das nicht, geht es doch vielen schwangeren so. was mich verstört sind die dinge, die ich behalte.

beispiel ja?:

eine frau kommt in den shop und fragt mich, ob wir noch gläser mit dem roten miromuster haben.

nein sage ich. die haben SIE doch alle vor drei wochen aufgegekauft!

gibt es dazu studien? könnte ich diese fähigkeit auch für andere dinge nutzen?

5 thoughts on “heiteres ratespiel

  1. Meine österreichische Freundin Helli nannte das Phänomen recht passend “Schwangerenamnesie”. Außerdem: Liebe Frau Niepi, haben wir uns früher in den Museen nicht auch jeden Quatsch gemerkt? Our chief weapon against boredom was brain.
    Liebe Grüße,
    Cate

  2. Das Kurzzeitgedächtnis kommt wohl nicht mehr. Das geht nicht nur den Müttern so, sondern auch ganz offensichtlich den Vätern. Wenn ich beim Memory-Spielen von meinem dreijährigen Sohn geschlagen werde, wird mir das immer sehr bewusst.

  3. DAS ist wirklich eines der großen Rätsel. Den Alltag kriegt man nur mit Mühe mit Zetteln und Erinnerungen im Kalender organisiert, aber sinnloses kann man unendlich speichern. Ich wußte von den Besuchern am Ausgang meist noch, in welcher Sprache wir 2-3 Stunden zuvor gesprochen hatten und das bei teilweise 4.000 Personen pro Tag. Einfach irre! Oder in welchem anderen Museum sie zwei drei Tage oder die Woche davor schon einmal waren. Überleg mal, wieviele da inzwischen schon an mir vorbeigezogen sind nach mehreren Tagen!!!

  4. tja. so in etwa ist es mir auch gegangen. :) das ewige vergessen hat aber auch seine positiven seiten, wie etwa unzählige meter einfach umsonst zu gehen, weil man in dem einen zimmer nicht mehr weiß, was man aus dem anderen wollte und umgekehrt und überhaupt. irgendwie kommt es mir aber so vor, als würde sich das nicht mehr wesentlich bessern… vielleicht ändert sich daran, wenn die mäuschen selbstständiger werden und man nicht ständig für zwei (ach was sag ich – für drei, den papa rechnen wir da gleich mal mit ;) ) denken muss.

  5. das mit dem museum stimmt. ich hab die leute ja auch tage später am alex wiedererkannt. nur ansprechen durfte man sie darauf nicht. nachdem die jedes mal ganz panisch reagiert hatten, obwohl wir im museum schön getratscht haben, hab ichs dann sein lassen.
    ich glaube mein umfeld findet die vergesslichkeit schlimmer als ich. es ist natürlich komisch, wenn man nicht mehr weiß was man wollte, als man losging, aber so bin ich wenigstens unterwegs. das hat auch ne menge gutes.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>