der sohn lernt gerade unendlich viele dinge gleichzeitig, was ihm scheinbar sehr zu schaffen macht. er braucht viel aufmerksamkeit und ich ärgere mich immer wieder über mich selbst, weil ich so lange brache um mich darauf einzustellen.
die erste zeit ist geprägt von agressivität, flucht und erschöpfung. ein ständig heulendes kind bringt einen an den rand des wahnsinns und führt zu gedanken, die man seinem kind gegenüber nicht haben sollte. eigentlich niemandem gegenüber und jetzt sagt mir bloß nicht, ihr habt euch noch nie vorgestellt das kind einfach im hausflur liegen und brüllen zu lassen und schon mal nach oben zu gehen und den kaffee aufzusetzen! manchmal hole ich ihn mit absicht später aus der krippe, weil ich angst habe mit ihm allein zu sein. weil ich dann kaum mehr liebevoll und geduldig mit ihm umgehen kann gehen wir viel raus, trotz schnee und eiseskälte, besuchen freunde, retten uns auf indoor spielplätze. hauptsache wir sind beschäftigt oder ehrlicher, er ist beschäftigt, lächelt mal wieder und läßt mich in ruhe.
nach einer weile ergebe ich mich (warum immer erst nach einer weile?) und stelle mich auf ihn ein anstatt meine zeit vehement gegen ihn zu verteidigen und so machen wir zur zeit alles gemeinsam und zu hause.
die letzten wochen war ich nach feierabend sehr hausfrau und mutter. marmelade und gelee wurde kiloweise gekocht. sieht ja keiner, dass die früchte jeweils einmal vom kind angebissen wurden. wir kochen, backen, putzen, hauptsache wir machen es zusammen. immer groß sind mixer, staubsauger und die küchenwaage. schwierig wird´s, wenn man kaum noch teig zum backen übrig hat, weil der sohn das löffelablecken besser findet als alles andere. was ich immer im hinterkopf behalten muß ist, daß ich nichts schaffen will, sondern nur machen.
dinge, die geschafft werden müssen, werden aufgeschoben auf den abend oder das wochenende, wo sie sich türmen und zu anderen streitereien führen. ich sollte eine monatliche auszeit einführen. einen tag ohne verantwortung, das wäre das richtige.
was du da beschreibst- das bin ich, das sind wir.
ganz genau unser alltagsproblem, ich kann euch gut verstehn. es kann sehr antrengend sein bis so ein kleiner mal drei oder vier ist…
oh und stell dir vor, bis dahin hat man vielleicht schon das zweite kind in der phase
naja, wird schon alles wieder besser irgendwann.
ich brauche nur eine taktik oder übung, sollte ich wirklich mal ganz die nerven verlieren. man kann sich da ja schon die schlimmsten dinge vorstellen, um das kind zur ruhe zu bringen und dafür schämt man sich dann.