ein sonntag mit sonne

der erste gefühlte frühlingstag seit langer, langer zeit. blauer himmel, strahlend schön. statt rauszugehen und sofort das erste eis des jahres zu suchen bleiben wir drinnen.
dem sohn geht´s schlecht. nachdem er nun fieber- und beschwerdefrei war, dachten wir es wird ok sein eine essenseinladung anzunehmen. pe macht sowas immer sehr gut mit. wenn er nicht schon schläft, wenn wir ankommen, läßt er sich ohne probleme dort hinlegen. so sah es auch am anfang aus, dann spuckte er der gastgeberin sämtliche handtücher voll. sie hat gott sei dank mal auf der intensivstation gearbeitet und ist abgebrüht.
keiner weiß woran es lag. vielleicht waren es die vier löffel karottensuppe mit kokosmilch?
praktische eltern wie wir sind, hatten wir das söhnchen auch schon im schlafsack, damit er zuhause nur noch umgebettet werden muß. manchmal ist auch das ne schlechte idee. kann ja keiner ahnen, dass das ding danach ne auffällige gelbfärbung hat. wie übrigens auch der kinderwagen, fellsack, kinderwagenbezug. ich auch komplett, dank einer letzten spuckattacke in der u-bahn. zu hause wurd nur alles in die badewanne geschmissen, kind nochmal gesäubert und dann mit den zweiten schlafsack (gold wert!) gleich ins bett gebracht.
um fünf höre ich ihn weinen und lege mich mit ihm aufs sofa (in unserem bett will er nicht schlafen und warum es zur zeit das sofa ist, erzähle ich demnächst mal). schon beim rausheben aus dem bett denke ich mir, es riecht so verdächtig. was nun? das kind schläft schon wieder in meinen armen. wecken zum wickeln, damit er unter garantie für die nächsten fünf stunden wach ist oder ihn schlafen lassen, was er sehr nötig hat? ich entscheide mich für das zweite, kann ja lüften und das sofa war außerdem mit handtüchern ausgelegt, weil wir eh befürchteten dort zu landen.
wer jetzt denkt wie eklig, hat vielleicht noch keine kranken kinder. schlaf ist IMMER heilig und sollte nur im schlimmsten notfall gestört werden. außerdem ist alles situationsabhänging. wäre er wach gewesen hätte ich ihn gewaschen. natürlich!
so schliefen wir aber stinkend bis halb neun und erwachten bei sonnenschein und blauem himmel, den ich nur kurz beim brötchen holen ohne glasscheibe sehen durfte. eine halbe stunde in der bäckerschlange (es gibt nur einen geöffneten bäcker in der gegend) und der fröhliche waschtag zu hause konnte beginnen.

p.s. für alle die besorgt um das gute mobiliar sind, das sofa blieb sauber.

p.p.s. ein bis zum windelrand vollgekacktes kind wickelt man am besten im stehen, sollte es das schon können.
wenn nicht, dann auf keinen fall den body über den kopf ausziehen. ganz gemächlich am körper runter arbeiten, verhindert einiges. nicht alles, pe saß keine fünf minuten später in der badewanne.

4 Kommentare

  1. Liebe Frau Niepi,
    ich fühle mit Ihnen.
    Wie beklemmend kann es sich anfühlen, wenn das Kind krank ist und wie befreiend erst, wenn das Kind wieder gesund ist.
    Ich hoffe, es geht euch wieder besser!
    Alles Liebe,
    Murmel

  2. das kind ist freudestrahlend am montag wieder in die krippe gegangen. wir waren nicht ganz sicher, ob es gut geht, aber seitdem ist gesund. sonne haben wir gott sei dank immer noch, sodass wir jeden spielplatz mitnehmen können. das wurde auch wirklich zeit. das arme kind hatte ja schon nen hüttenkoller.

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