als ich mit pe zu hause war hatte ich eine gruppe von müttern um mich herum. es ergab sich irgendwie so, dass wir uns einmal die woche trafen, quasi als spielgruppe für die kinder. im sommer waren wir viel draußen und im winter war jede woche eine mutter dran, die anderen zu sich einzuladen. mit diesem jahr habe ich unsere treffen aufgegeben. gedacht war es ja als regelmäßiger kontakt mit anderen kindern, was ich für sehr wichtig halte. außerdem ist auch schön sich mit anderen müttern auzutauschen, denn die wissen meist wovon du sprichst und können probleme eher nachvollziehen, als freundinnen ohne kinder.
für pe wurden diese treffen seitdem er in die krippe geht zu anstrengend. am anfang versuchte ich noch den kontakt zu den anderen kindern für ihn aufrecht zu halten, aber mit der zeit wurde mir klar, dass das ganze für ihn keinen sinn mehr macht. er hat kontakt zu kindern und das den ganzen tag. das ist für ihn so anstrengend, dass er um sechs uhr abends im bett liegt.
ich kann ihn nach der arbeit frühestens um halb drei holen. bis dahin schlafen die kinder. bis wir dann bei der jeweiligen mutter sind vergeht eine stunde. dort trifft er auf kinder, die ganz aufgekratzt sind, weil sie andere kinder treffen (keine der mütter geht bisher wieder arbeiten).
das war früher schon so heftig für ihn, dass er bei jedem treffen immer mindestens für ein bis zwei stunden schlafen gelegt werden mußte. in letzter zeit weinte er bei den treffen viel und wollte nur noch auf meinem arm sein. auch für mich war nichts entspanntes mehr daran und deswegen hab ich unsere runde jetzt verlassen. gut für pe, ok für mich, aber er geht vor.
was ich eigentlich schreiben wollte war, dass sich meine ansichten seitdem ich wieder arbeiten gehe geändert haben. wenn ich einige der mütter jetzt treffe und höre worüber sie sich unterhalten merke ich, dass ich meilenweit von ihnen entfernt bin. ganz oft muß ich in diskussionen über das verhalten der ehemänner, deren seite einnehmen, weil ich die im gegensatz zu sechs monaten vorher besser verstehen kann. auch pes garderobe ist mir seit einem halben jahr ziemlich unwichtig. was er braucht ist bequeme und nicht zu warme kleidung, denn im kindergarten ist gut geheizt. er hat zum beispiel seit einem halben jahr keinen pullover und keine “feste” hose mehr angehabt. jogging- oder strumpfhosen mit nem langärmeligen t-shirt sind ideal. wenn ich jetzt mal zufällig mit einer meiner mütterfreundinnen shoppen gehe wundere ich mich was alles an klamotten für das kind gekauft wird und mit welcher überzeugung erklärt wird, warum die dritte mütze gekauft werdem muss. “sie passt wirklich besser zu der winterjacke, als die anderen, die wiederum zu anderen winterjacken besser passen.” pe hat genau eine winterjacke.
beim lesen merke ich wie gemein und lästernd sich das anhört. das ist nicht so gemeint. ich merke nur, dass ich nicht mehr dazugehöre.
ach, der wird schon bald wieder mehr als eine jacke haben. und feste hosen. und drei paar stiefel. und vier mützen. dann nämlich, wenn er älter ist und du jeden tag ein in gatsch paniertes kind abholst, weil er draußen spielen war. oder eines, dessen jacke triefnass ist, weil es sich am vormittag vier schneebälle in die jackentaschen gestopft hat um sie aufzuheben. blöd auch, wenn sie dort dann vier stunden in der gaderobe schmelzen.
(manchmal würde ich sie gerne mit dem schlauch abspritzen bevor ich sie in empfang nehme.)
das kommt schon wieder.
aber ja, ich weiß was du meinst. und es ist nicht gemein.