gerade als mir der letzte küchenschrank wieder von der wand runter kam, weil sie eigentlich nur aus sand besteht, also gerade, als ich mit unglaublicher wut hier schreiben wollte, dass ich die schnauze voll hab, gerade da folge ich frau stellas link und bin glücklich, glücklich, glücklich (am besten gleich in den manic mode wechseln!).
Category Archives: die piefke
wenigstens drin
ich kann mich kaum aufraffen etwas zu posten. stichsäge und akkuschrauber haben farbrolle und abdeckplane als beste freunde abgelöst.
wir sind drin, aber von fertig kann noch lange keine rede sein.
alles wird gut
heute zum ersten mal seit langem glücklich aufgewacht. was für ein gefühl, wenn einem nicht gleich am morgen das ganze elend ins gesicht springt, denn wir sind ein weiteres mal umgezogen. diesmal zu freundin b., worüber sich der herzmann sehr freut. freundin b. war vor zwei jahren exakt zu dieser zeit seine mitbewohnerin in berlin, als ich in wien lebte.
unglaublich wie schön es ist, wieder in einer wohnung mit kühlschrank und küche zu leben. ich bin schon ganz hibbelig, weil ich nachher lebensmittel kaufen gehen kann. frische sachen sind uns ja in der letzten woche eher wenig untergekommen.
der vermieter hat uns versprochen mitte bis ende nächster woche einziehen zu können. dann wird es zwar nichts mit meinem geburtstagsessen in der neuen wohnung (clever, schon zum zweiten mal gaaanz diskret auf das ereignis hingewiesen), aber ich bin gerade so glücklich, dass mir das auch nichts ausmacht.
außerdem positives:
- hab ich gerade einen job angenommen, weihnachtsaushife im interio, einem sehr schönen einrichtungsgeschäft
- job geht erst im oktober los, weshalb ich diesen monat noch zeit zum streichen habe
- das wetter soll sich seeeeehhhhhhr bessern (wird ja auch mal wieder zeit ey)
- ich geh gleich los, um mir ne neue sporthose zu kaufen, weil ich tada!!! am donaukanal walken will
- ich liebe fm4 (gerade läuft jessica von adam green, gehts noch besser?)
so siehts aus
als wir die wohnung damals besichtigten, wohnten zwei männer als wg darin. der hauptmieter zog schon ende juni aus, ließ aber sämtliche seiner sachen (bett und küche) da. der zweite hatten offensichtlich keine lust das zeug wegzuräumen und mußte es wohl laut mietvertrag auch nicht, deshalb ließ er alles stehen. vom saubermachen red ich lieber gar nicht.
die neuen fenster sind drin, jetzt muß noch verputz werden, was eigentlich gaaaaanz sicher ende der woche passieren sollte. die arbeiter sollten dann auch gleich das restliche zeug von den vormietern mitnehmen. jetzt kommen sie nicht, aus irgendwelchen gründen hat sich das um ne woche verschoben. dass heißt, die sachen stehen weiterhin in der wohnung und ich kann nicht mit dem streichen anfangen.
wenn die typen zum verputzen nicht kommen, kann auch der installateur nicht anfangen. der holzmann, der sich um die morsche tür kümmern soll könnte was machen, aber gesehen hab ich den bisher nicht.
die freunde haben besuch, weshalb wir in die ersatzwohnung gezogen sind. von einziehen kann man da aber auf gar keinen fall sprechen. natürlich standen in der wohnung auch irgendwelche ausrangierten möbel rum. ich hab sie in den zweiten raum geschoben und den ersten soweit sauber gemacht, dass wir die matraze reinschieben konnten.
das bad ist in ordnung, leider muß man um dorthin zu kommen immer durch die küche und die geht gar nicht. wer sich an meinen ersten wienaufenthalt erinnert, weiß warum ich mich inzwischen vor lebensmittelmotten und den maden dazu ekle. der kühlschrank schimmelt vor sich hin und der herd funktioniert nicht. ganz abgesehen davon, dass wir hier sowieso nichts kochen würden.der plan ist es jeden tag so spät wie möglich nach hause zu kommen, und sich dann auch am besten nur im bett aufzuhalten. auch nicht schlecht eigentlich.
es wird noch ewig dauern, bis wir tatsächlich in unsere wohnung kommen. und ich wollte da so schön meinen aufregenden 31. geburtstag feiern!
zu allem überfluß regnet es seit drei tagen ununterbrochen, was das draußen rumtreiben schwierig macht. einziger lichtblick: die gesparte miete eignet sich super für ne küche.
wer sich ein bild machen will, einfach die anschauen, die ich gemacht hab.
blöd getroffen
mein leben in wien beginnt, als wäre ich hier im urlaub. ich habe keinen festen platz, schlafe bei freunden im gästebett. wenigstens ist der herzmann wieder bei mir. unsere wohnung zwei stockwerke über den freunden ist nicht bezugsfertig und das wird sie auch in der nächsten woche noch nicht sein. die fenster werden erneuert, eine tür rausgerissen, die vormieter haben sämliche sachen dagelassen, die erst noch abtransportiert werden müssen. die wohnung schreit geradezu nach renovierung und alles was ich noch kann ist zurückflüstern, dass ich keine kraft mehr hab.
wir habens blöd getroffen. in berlin renoviert man beim auszug, in wien beim einzug. ich komme aus den malerklamotten gar nicht mehr raus. es wird noch wochen dauern.
reger stillstand
ich bin erschöpft. der herzmann ist samt wohnungsinhalt bereits am montag übersiedelt. ich blieb zurück und renoviere nun schon seit montag die wohnung. so viel steht fest, nie wieder werd ich das tun! ich verstehe nicht woher der ganze müll aus einer leeren wohnung kommt. es ist einfach nur noch anstrengend.
die fröhliche freundin hat mich bei sich aufgenommen und versorgt mich mit allem, denn natürlich mußte ich mir beim kisten runterschleppen auch noch eine erkältung holen. freitag früh ist die wohungsübergabe. der hausmeister ist sehr korrekt mit allem. acht seiten anweisungen hat er dagelassen. ich habs so gut gemacht wie ich konnte. auch schon albern vor sowas angst zu haben!
ich fühle mich wie in einem zwischenleben. zwischen zwei leben. das hier ist nicht mehr meins und beim anderen bin ich noch nicht angekommen. ich mache tausend sachen und bewege mich dennoch nicht.
aber am freitag. am freitag fahre ich mit dem zug zum herzmann nach wien. ich hätte auch fliegen oder wie sonst, über nacht mit dem bus fahren können aber ich wollte den zug. ich möchte lange fahren und es soll hell sein, damit ich ohne schlechtes gewissen rausschauen kann, weil ich nichts anderes zu tun habe.
eineinhalb stunden flug erscheinen mir nicht angemessen, um in neues leben zu starten.
was kommt
und nun, endlich und laaaaang erwartet die ersten fotos der neuen wohnung! da bei der besichtigung zwischen den nochbewohnern eine schlechte stimmung herrschte, habe ich nur schnappschüsse von wenigen räumen machen können. die bilder des flurs und der wohnräume sind freundlicher weise leihgaben von den baldigen nachbarn in ersten stock. die räume in der dritten etage sehen trotz baulicher veränderungen ähnlich aus.
wir beginnen die führung dirket hinter der großen holzflügeleingangstür im flur. nun mache bitte jeder gebrauch von seiner fantasie: direkt hinter dem betrachter der szenerie befindet sich ein winziger raum mit toilette. wie in österreich oft vorhanden, sind bad und toilette getrennt von einander untergebracht. als deutsche wird man die praktabilität bald nicht mehr missen wollen.

anstelle des kühlschrankes denken wir uns wie unten angezeigt einen durchgang zur küche …

und so ziemlich gegenüber, an der langen weißen wand imaginieren wir ein bad mit wanne.
weiter gehts mit den wohnräumen. man beachte bitte das fischgrätenparkett und stelle sich eine flügeltür zwischen den beiden räumen vor.


nun bitte hinter mir her den flur entlang, an der küche vorbei …

… ins schlafzimmer.

das zimmer geht zum hof hin, bietet genug platz für das bett an der fensterseite und gegenüber der tür reicht die wand allemal noch für das kleiderregal.
auf dem rückweg kommen wir wieder an der küche vorbei. wie eben schon gesehen, hat die küche eine durchreiche, um den flur heller zu machen. laut bauplan befand an sich an eben dieser stelle früher die tür. warum sie in den vorderen teil des flurs versetzt wurde, läßt sich nach all den jahren nicht mehr erklären.

unter der durchreiche ist auf der küchenseite genug platz, für einen tisch und stühle. nach jahren mit einer schlauchküche weiß man so einen luxus zu schätzen. das inventar, samt herd wird von den vormietern mitgenommen, was kein beinbruch ist, denn es läßt sich ohne große probleme ein neuer, bereits in besitz des vermieters befindlicher herd einsetzten und auf wunsch sogar statt elektro- mit gasanschluß.
zum schluß noch der grundriß für all die, deren vorstellungskraft ein wenig überfordert wurde. bleibt noch zu sagen, daß diejenigen, die sich die wohnung mal in natura ansehen wollen ab dem ersten september sehr willkommen sind.

keine halben sachen
als ich das erste mal wien zog, hatte ich eine menge pech. zuerst kam ich in einem jugendwohnheim unter, in dem ich mit abstand die älteste war und mein zimmer mit einer 19 jährigen teilen mußte. die wohnung danach war von lebensmittelmotten verseucht und ich brauchte wochen die küche von all den maden zu befreien.
die erste zeit in wien war hart, aber nach und nach wurde es besser bis wunderbar. schon seit einiger zeit überlegen der herzmann und ich nach wien zu ziehen. das liegt eher an mir, ich hab eben das gefühl die zeit in berlin zu beenden oder wenigstens mal unterbrechen zu müssen. viele halten uns für verrückt, oder können einfach nicht verstehen, warum man eine stadt wie berlin verlassen will. ich kann dazu nur vollgendes sagen: berlin ist nicht meine heimat. ich komme von der ostsee. ich habe mir berlin auch nicht als wohnort nach dem abi ausgewählt, weil ich unbedingt aus meinem dorf raus wollte. ich hatte in berlin einen studienplatz, so einfach!
zur zeit sind wir in wien. die berliner wohnung ist gekündigt und deshalb suchen wir nun hier. das heißt, wir haben gesucht. ich kann es noch immer nicht so ganz glauben, weil es zu einfach war, aber wir haben tatsächlich die erste wohnung genommen, die wir gesehen haben. s. war so lieb ihren vermieter nach freien wohnungen zu fragen und f. hat einen besichtigungstermin für uns ausgemacht. gestern die wohnung angesehen, heute hat der vermieter zugesagt.
ausgleichende gerechtigkeit ist eine wunderbare erfindung.
einkaufstour
das kürbiskernöl ist alle. guter grund mal wieder hier in wien zu sein.
auf dem weg
es ist offiziell. die wohnung ist zum ende august gekündigt. wir übersiedeln!