dieser sonnenschein macht mich übermütig, risikofreudig, spontan, mutig, impulsiv, unbekümmert….
habe die wäsche auf den balkon gestellt.
Category Archives: erstes mal
essen, trinken, glücklich sein die zweite
bloglesungen sind eine komische angelegenheit. da liest man regelmäßig die einträge fremder leute, lacht mit ihnen, denkt über das geschriebene nach, kommentiert die einträge aber wenn man den leibhaftigen bloggern dann gegenübersteht, weiß man nicht so recht, wie man mit ihnen kommunizieren soll. wie sie so dastehen aus fleisch und blut, mit einem gesicht und nicht nur nem blog. ich war da doch tatsächlich ein wenig gehämmt!
noch viel schwieriger wird es, wenn man einen blogger trifft, dessen texte man sehr gern liest, der einem aber beim gegenüberstehen unsympatisch ist. meine erste bloglesung hat mir viel zu denken gegeben.
das drumherum war toll. ich hab viel über die gelesenen beiträge gelacht. cassandras geschichte hat mir durch den perfiden humor sehr gefallen und wer mequitos beitrag über die herstellung von apfelsaft gehört hat, trinkt nie wieder welchen.
am ersten maiwochenende gibt es eine sehr schöne bloglesung mitten in hamburg. ich werde hinfahren (sandra, ich kündige mich übrigens gerade an!). wer lust auf ein tolles wochenende in hamburg hat sagt bescheid. es ist nämlich gleichzeitig auch noch hafenfest!
nachtrag: hätte ich fast vergessen mich bei madame modeste und dem wortschnittchen für den schönen und interessanten abend zu bedanken.
und da blogger immer gut organisiert sind, kann man sich die lesung beim bordbuch auch anhören.
und noch ein nachtrag: ein paar nicht so scharfe fotos der lesung gibts hier
polnisches leckerli
huuuu, ich bin ja schon ganz aufgeregt wegen morgen. schon vergessen? erste bloglesung! hatte ja versprochen was süßes mitzubringen. das rezept dazu hab ich einer polnischen arbeitskollegin abgeschwatzt, die mir verriet, daß es eine landesspezialität wäre. bisher ging bei der zubereitung alles glatt und das war gar nicht so einfach. schon die beschaffung der gerade mal zwei zutaten war schwierig. na, neugierig geworden? ich geb nen tip, die eine zutat ist gesüßte kondensmilch! dann ist doch wohl ganz logisch, was die zweite zutat ist oder?
ach, wie schön! wir ham ne meise!
nach einem sonntag voller pärchenaktivitäten sitze ich nun gemütlich an meinem hübschen kleinen ibook direkt vor unserer verandatür.
mehrmals kommt ein meisenmann vorbei und ich denke an das schöne helge schneider lied. ich beginne gerade zu singen, als ich feststelle, daß der meisenmann und seine frau offenbar in unser immer schon leerstehendes vogelhaus gezogen sind. nee, wie süß! hoffentlich kriegen die bald kücken und die lernen dann auf unserer veranda fliegen.
essen, trinken, glücklich sein
am 1. april werden der herzmann und ich zum ersten mal eine bloglesung besuchen. fataler weise ist das motto der lesung essen, trinken, glücklich sein, wo ich doch gerade in allem ausser dem glücklich sein ein wenig eingeschränkt lebe. gut, ist ein härtetest! darin kenne ich mich ja seit wien aus!
noch immer können viele freunde und bekannte von mir dieses komische blogdings, wo man immer so sachen reinschreibt nicht verstehen. warum schreibst du das da rein, wenn du es mir auch so erzählen kannst? fragen sie oft. langsam gehen mir die erklärungen aus und ich glaube auch, wem sich dieses kommunikationsmittel nicht langsam von allein erschließt, der glaubt mir meine gründe eh nicht.
heute mal ein appell an die unentschlossenen: den anstoß habe ich euch geliefert, jetzt müßt ihr mal über den tellerrand schauen. eine tolle möglichkeit dazu gibt es bei der lesung. ihr könnt anderen blogbetreiber zuhören und menschen treffen, die vielleicht nicht selbst schreiben, aber gerne blogs lesen. so wie ihr! das ihr das tut kann ich an meiner statistik sehen. wer lust hat mit mir zur lesung zu gehen schreibt einfach einen kommentar. nur nicht schüchtern! kommentare machen mich immer glücklich und ich muß sie eh erst freischalten bevor sie veröffentlicht werden. wer also nach dem schreiben panik bekommt, hier so öffentlich vor allen leuten seine meinung geäußert zu haben, schreibt einfach noch einen kommentar mit dem betreff: bitte löschen! und das mache ich dann. bin ja ne nette, wenn auch mit sprödem, nordischem charme!
die freundin auf der bühne
katie melua ist winzig. ihre künstliche locken lassen sie aussehen wie eine puppe, aber im gegensatz dazu hat sie eine umwerfend natürliche art auf der bühne. donnerstag abend sah ich sie zum ersten mal live und war mehr als überrascht. natürlich hoffte ich auf ein tolles konzert, aber damit, daß es so wunderbar würde hatte ich nicht gerechnet. sie ist unbefangen, tanzt ausgiebig zu ihren songs, um dann sehr sympathisch mit hochrotem gesicht wieder im rampenlicht zu stehen.
zwischendurch erzählt sie kleine geschichten wie die, über den mann, der bei ihrer coverversion von lucy in the sky zusammenbricht. um ihn aufzumuntern widmet sie ihm den nächsten song, doch als sie sich erinnert, daß das angekündigte lied just like heaven heißt, sagt sie lieber gar nichts mehr und spielt einfach. das kann sie sehr gut. wie andere leute ihre bühnenoutfits, wechselt sie ihre gitarren. nicht ein einziges mal wirkt sie gekünstelt, eher immer so, als ob sie eine klassenkameradin oder freundin wäre, die zufällig da oben auf der bühne steht und für die man sich freut, daß sie es so weit geschafft hat.
schönster song des abends: i cried for you
coolste coverversion des abends: spacemann von babylon zoo
beste coverversion generell: just like heaven von the cure
ehrlich positive überraschung des abends: max mutzke als vorband
vorfreude
noch mal katie meluas alben durchhören, damit ich donnerstag beim konzert auch schön mitsingen kann!
she works hard for the money
ich bin ja eine von diesen elendigen langzeitstudenten. bafög kriege ich schon ewig nicht mehr, weil ich einmal (ok, es war mehrmals, aber das diente der selbstfindung!) das studienfach gewechselt habe. deshalb muß ich jobben. das mache ich in berlin bereits seit jahren mit wechselnden tätigkeiten.
einer meiner jobs war in dem zeitungsladen im bahnhof friedrichstraße. wir öffneten um 5:30 uhr, schlossen aber erst wieder um 22 uhr. viele der mitarbeiter waren über 50 und mußten sich um den job zu behalten ne mange gefallen lassen. doppelschichten waren gefürchtet, aber nicht unüblich. die cheffin war eine katastrophe, die (sicher ebenfalls um ihren job zu behalten) jeden ihrer fehler vertuschte und auf andere schob. diese eigenschaft erzeugte bei mir schon immer respektlosigkeit und ließ mich auch erkennen, daß ich ein problem mit autoritäten habe. es folgten ne menge anderer jobs unter anderem für eine klamottenfirma, die inzwischen von h&m aufgekauft wurde und als kassiererin im supermarkt.
den aktuellen job mache ich nun schon seit 2001 und gestern war mein erster arbeitstag nach wien. zum erstem mal trug ich wieder unsere schwarze arbeitskleidung und wer mich schwarz tragen sieht weiß, ich bin auf dem weg ins museum, denn privat kommt das für mich nicht in frage.
im museum vergebe ich mit vielen anderen studenten audioführungen an touristen. auf die frage hin welche sprache sie denn möchten antworten abertausende besucher:
haben sie´s auch auf bayrisch/sächsisch/swahili/platt/mandarin/westslawisch…?
sie klopfen sich dabei auf die schenkel und wundern sich jedes mal, daß wir darüber gar nicht lachen. der gewünschten sprache sind sie eh fast nie mächtig, aber reagieren dann sauer, wenn eine kollegin ihnen tatsächlich auf swahili antwortet. offiziell dabei ist man als mitarbeiter erst, wenn man diesen blöden spruch hinter sich gebracht hat. bei mir war es heute: haben sie es auch auf minnan?